Die SPÖ Graz tut es der SPÖ Wien gleich und setzt sich zusammen mit der SoHo Steiermark dafür ein, dass homosexuelle Paare ihre eingetragene PartnerInnenschaft doch noch am Standesamt feiern dürfen. Das Problem dabei: Graz ist eine schwarze Stadt. Demzufolge scheiterte der Antrag für eine Petition an den Nationalrat für eine Öffnung der Standesämter für Homosexuelle an einer knappen ÖVP-FPÖ-Mehrheit.

Was jedoch wieder gegen die 2003 beschlossene „Grazer Deklaration für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung“ geht. Hierzu möchte ich aus dem oben bereits erwähnten Antrag zitieren:

In seiner Sitzung vom 3. Juli 2003 hat der Gemeinderat der Stadt Graz wiederum die „Grazer Deklaration für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung“ beschlossenen, in der sich die Stadt Graz „zur rechtlichen Gleichstellung verschiedengeschlechtlicher und gleichgeschlechtlicher PartnerInnenschaften“ bekennt.

Die Stadt Graz unterstreicht damit „das allgemeine verfassungsrechtliche Gebot, Diskriminierung zu vermeiden und geht die Verpflichtung ein, die Gleichbehandlung der Menschen unbeschadet der […] persönlichen Eigenschaften, insbesondere der geschlechtlichen Orientierung, zu gewährleisten.“

Der Chef der Grazer SPÖ, Wolfgang Riedler, dazu: „Wir Grazer Sozialen werden dennoch weiter dafür kämpfen, dass nach Wiener Vorbild auch in Graz der Trauungssaal für lesbische und schwule Paare offen steht.“
Fein, aber ob mit einer regierenden ÖVP ein Erfolg in diesem Thema möglich ist, sei dahingestellt.

Zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema.

Was für ein Wortspiel.

Jedenfalls möchte ich mich ganz kurz mit der theorie.org-Buchreihe beschäftigen. Wer nicht wirklich immens aktiv ist was linke Literatur betrifft, wird wahrscheinlich kaum etwas von dieser Reihe mitbekommen haben, deswegen möchte ich hier das Reihenprofil der Serien-eigenen Website (die, oh Wunder, www.theorie.org heißt) zitieren:

„theorie.org ist eine Publikationsreihe, die sowohl dem Interesse an theoretischen Grundlagen linker Politik als auch dem Bedürfnis nach inhaltlicher Reflexion politischer Praxis der vergangenen Jahrzehnte Rechnung trägt.

theorie.org arbeitet die zentralen Themen linker Debatten kritisch auf, fasst ihre Resultate zusammen und versucht, zentrale Gedanken für die Zukunft festzuhalten. Dabei nähern sich die Autorinnen und Autoren ihrem Gegenstand sachlich, nüchtern und ohne Nostalgie, aber mit stets emanzipatorischem Anspruch.

theorie.org vermittelt verständlich aufbereitetes Überblickwissen, ohne oberflächlich zu sein. Die Reihe will Orientierungshilfe geben, Perspektiven aufzeigen und zur Erneuerung emanzipatorischer Praxis beitragen.

theorie.org ist eine Basisbibliothek für alle kritischen Köpfe, die sich z.B. in Schule, Uni oder politischen Gruppen mit linker Theorie auseinandersetzen, dabei aber feststellen müssen, dass linke Traditionen abgebrochen sind und einstmals weit verbreitetes Wissen verloren gegangen oder nur noch schwer zugänglich ist.

theorie.org setzt auf eine zweckmäßige Arbeitsteilung von klassischem Medium Buch und Internet: Im Netz können zu jedem gedruckten Band ergänzende Informationen abgerufen werden.“

Nachdem die politische Bibliothek des VSStÖ Graz nun so gut wie die ganze Reihe führt, habe ich mir „Kritik der politischen Ökonomie – Eine Einführung“ von Michael Heinrich ausgeliehen und ich bin wirklich überrascht von dem kleinen Büchlein. Es formuliert die wichtigsten Punkte Marx’scher Theorie zumindest so unwissenschaftlich wissenschaftlich, dass man mit relativ wenig Vorkenntnis an das Thema herangehen kann – ein riesiger Unterschied zu dem Werk, dass den Grundstein legte: das dreibändige „Kapital“ von Karl Marx, dessen Untertitel schließlich auch „Kritik der politischen Ökonomie“ ist.

Heinrich selbst sagt im Vorwort, dass die von ihm verfasste Einführung nicht die Lektüre des Hauptwerkes ersetzen, sondern einen Überblick bieten und zum Verständnis beitragen soll. Und das ist ihm sehr gut gelungen.

Es mag manchen aufgefallen sein, hier wird gerade umgebaut.

Ich entschuldige mich somit für das ständige Hin und Her was das Layout betrifft etc, in ein paar Tagen sollte alles so sein, wie’s sein soll. Die Unterseiten Bild, Buch und Musik gibts ab sofort nicht mehr, sondern erscheinen solche Sachen ab jetzt immer direkt am Blog.

Danke für eure Geduld!

wer?


Als Studierender an der KFU Graz bleibt mir viel Zeit nachzudenken.

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